Donnerstag, 7. Oktober 2010

Bewerbung: die eigenen Stärken und Schwächen kennen und dies zum eigenen Vorteil nutzen!

Für Viele ist die Frage nach den eignen Stärken und Schwächen ein unangenehmer und oft peinlicher Teil von Vorstellungsgesprächen. Man weiß nicht so recht, wie man sich selbst rühmen oder schlecht reden soll. Dabei bietet gerade diese Frage viele Chancen, den Arbeitgeber von sich selbst zu überzeugen.

Beginnen wir mit den Stärken: Hier sollten sie sich schon vor dem Bewerbungsgespräch mit sich selbst intensiv auseinandersetzen und auf die Suche nach Ihren individuellen Stärken gehen. Tun Sie das nicht erst im Bewerbungsgespräch, denn dann ist es dafür zu spät. Seien Sie vor allem zu sich selbst ehrlich, denn Stärken, die Sie nicht haben, rächen sich im Arbeitsleben eher früher als später. Einige Stärken: Zielstrebigkeit, Belastbarkeit, Flexibilität oder Kreativität. Beschränken Sie sich in der Vorbereitung keinesfalls auf diese Schlagworte. Begründen Sie gegenüber sich selbst, warum Sie zielstrebig oder belastbar sein sollen. Gibt es Beispiele aus Ihrer Lebensgeschichte oder Berufstätigkeit, die im Zusammenhang mit dieser Stärke genannt werden können? Bereiten Sie sich darauf vor, jede einzelne Ihrer Stärken mit Beispielen untermauern zu können.

Für die Schwächen gibt es kein Patentrezept. Sie sollten diese Frage auch keinesfalls ins Lächerliche ziehen, etwa wenn Sie antworten, Sie hätten eine Schwäche für Schokolade oder andere schöne Dinge des Lebens. Ich betrachte die Herausforderung so: jeder einzelnen meiner Stärken stelle ich eine Schwäche gegenüber. Damit erreiche ich, dass meine Stärken betont werden, statt bei meinem Gegenüber Zweifel zu wecken.

Beispiele: Bin ich zielstrebig, so bin ich vielleicht manchmal undiplomatisch und ungeduldig. Bin ich belastbar, so setzte ich das eventuell auch bei meinen Mitarbeitern voraus und laufe Gefahr, sie zu überfordern. Bin ich kreativ, so fällt es mir vielleicht schwer, Routineaufgaben zu erledigen. So kann man jeder einzelnen Stärke eine Schwäche zuordnen, die eigentlich keine Schwäche ist bzw. keinen gravierenden Nachteil im Berufsleben bedeutet.

Auch bei den Stärken und Schwächen gilt: Wer sich gut darauf vorbereitet, wird im Bewerbungsgespräch eine gute Figur machen.

Donnerstag, 23. September 2010

Steuer- und Sozialversicherung-Rechner für Selbständige in Österreich: online Programm, Berechnung, Tool

Vor kurzem stand ich vor der Aufgabe, mir auszurechnen, wieviel Einkommensteuer und Sozialversicherung ich als Selbständiger in Österreich bei einem gewissen Gewinn abzuführen habe - wieviel mir also von meinem Gewinn tatsächlich bleibt.

Es gibt zwar ausführliche Auskünfte für Angestellte und Arbeiter, auch den Brutto-Netto-Rechner habe ich ja bereits vorgestellt. Doch ist man selbständig, wird es ein ganzes Stück komplizierter. Wer sich einmal die Richtlinien und die sogenannte "Erstinformation" der Gewerblichen Sozialversicherung durchgelesen hat, wird nicht so richtig schlau draus (ich auch nicht, obwohl Recht studiert, Anm. am Rande).

solocom-rechnerSo muss man relativ lange nach einem geeigneten Tool suchen, das Sozialversicherung und Einkommensteuer für Selbständige, im Wesentlichen Ein-Personen-Unternehmer, korrekt berechnet. Nur damit kann man das eigene Unternehmen auch sinnvoll planen und den Umsatz ermitteln, den man zur Kostendeckung erzielen sollte.

Der "SOLOCOM - RECHNER" bietet viele Funktionen und ist vor allem sehr unkompliziert zu bedienen. Man kann betriebliche Einnahmen und Ausgaben vorab saldieren. Von diesem Ergebnis werden dann automatisch Sozialabgaben und Steuer abgezogen. Sehr praktisch!

Eine nette Zusatzfunktion: man kann auch den umgekehrten Weg einschlagen und den Umsatz berechnen, bei dem Kosten und Steuer/Sozialabgaben gedeckt sind, sozusagen den persönlichen "Break Even-Punkt".

Freitag, 17. September 2010

Kündigung Muster Vorlage kostenlos: wie man richtig kündigt

Dienstverhältnisse beginnen typischerweise mit der Bewerbung und enden mit der Kündigung. Diese Beendigung erfolgt meist durch den Dienstnehmer selbst - ob gedrängt oder nicht, sei dahingestellt. Doch wenn man eine Kündigung schreibt, gilt es auf verschiedene Punkte aufzupassen. Hier hilft die Suche im Netz. Ich habe die besten Quellen für Sie aufgespürt.

Es gibt unterschiedlichste Gründe dafür, dem eigenen Arbeitgeber eine Kündigung vorzulegen: Der einfachste Fall ist, man hat eine Alternative gefunden und es gibt kein Zurück mehr.

Aber man kann auch die Kündigung androhen, z.B. für den Fall, dass man nicht mehr Gehalt oder bessere Anstellungsbedingungen bekommt. In diesem Fall greift man zur so genannten Änderungskündigung. Auch wenn der Dienstgeber nicht zahlt, die eigene Gesundheit gefährdet oder sich anderes zu Schulden kommen lässt, kann man zur Kündigung als letzmöglicher Maßnahme greifen, um die eigene Situation vielleicht zu verbessern.

Abseits diverser kostenpflichtiger (teils überteuerter) Angebote habe ich folgende kostenlosen Quellen für Sie gefunden, wenn Sie sich zur Erstellung Ihrer Kündigung entschieden haben:
Muster der Wirtschaftskammer Österreich (für Arbeitgeber) und der Bundesarbeitskammer (für Arbeitnehmer)

Während man die Vorlagen der Arbeitskammer sofort herunterladen kann, ist für Dienstgeber die Wirtschaftskammer-Mitgliedschaft notwendig. Die Muster der Arbeitskammer sind für unterschiedlichste Fälle erstellt worden und haben den Vorteil, von Juristen geprüft worden zu sein.

Meine-Kündigung.de bietet sechs verschiedene Vorlagen an - von "Arbeitnehmer kündigt" bis "Arbeitgeber kündigt". Für die ordentliche Kündigung (fristgerecht) muss man zwar keinen Grund anführen, dennoch lohnt es sich, die Vorlagen dort anzusehen.

Zusammenfassend muss man sagen: Das Angebot an kostenlosen Kündigungsvorlagen ist sehr dürftig! Die meisten Anbieter machen ein Geschäft aus ihren Entwürfen, und verlangen zwischen 2 und 10 € für die Vorlage.

Dabei kauft man vielleicht die Katze im Sack - Vorschau meist nicht verfügbar. Das ist zwar auch eine Methode, Geld zu verdienen, widerspricht meiner eigenen Einstellung aber grundlegend. Information soll und darf nichts kosten - wir leben schließlich in einer vernetzten Welt.